Kanzlei Tim Hoesmann

Abmahnung abwehren

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Abmahnung Kanzlei Tim Hoesmann für Enrico Verworner

Wichtige Tipps und Regeln

Keine unüberlegten Schnellschüsse! Lassen Sie sich in Ruhe beraten und Ihre Optionen verdeutlichen. Hektik nutzt der Gegner meist gnadenlos aus.

Der gegnerische Anwalt vertritt ausschließlich die Interessen des Abmahners und wird keinen Vergleich zu Ihren Gunsten verhandeln. Jede Verhandlung unterbricht außerdem (zu ihrem Nachteil) die Verjährungsfrist.​

Sie denken, die gesetzten Fristen sind zu kurz und die Abmahnung sei deshalb unwirksam oder rechtsmissbräuchlich? Seien Sie hier vorsichtig. Die Rechtsprechung hält auch sehr knappe Fristen für wirksam.

Fast immer ist die Ihnen vorgelegte Unterlassungserklärung viel zu weit und zu Ihren Ungunsten formuliert. Wenn Sie sich entscheiden, eine Unterlassungserklärung abzugeben, sollten Sie dem Abmahner nur das geben, was ihm auch wirklich zusteht.

Keine Abmahnung ohne gegnerische Kostennote. Oft ist die Kostenrechnung des Gegners aber überhöht. Wenn die Abmahnung unwirksam ist, fallen gar keine Kosten an. Lassen Sie die Abmahnung auch unter dem Kostenaspekt prüfen.​

Unserer Kanzlei wurde eine urheberrechtliche Abmahnung des Herrn Enrico Verworner vorgelegt. Die Abmahnung wird ausgesprochen von der Kanzlei Hoesmann aus Berlin. Herr Verworner sei Berufsfotograf. Dem Abgemahnten wird vorgeworfen geschütztes Bildmaterial des Herrn Verworner urheberrechtswidrig auf einer Webseite im Internet genutzt zu haben. Für diese Nutzung hätte keine Genehmigung des Herrn Verworner vorgelegen, so Rechtsanwalt Hoesmann. Der Abgemahnte soll insgesamt Kosten erstatten in Höhe von 1.473,66 Euro und gegenüber Herrn Verworner eine Unterlassungserklärung mit Vertragsstrafeversprechen abgeben.

Screenshot aus Abmahnung Kanzlei Hoesmann

Screenshot aus Abmahnung Kanzlei Hoesmann

 

Urheberrechtsverletzungen im Internet

Nicht genehmigte Fotonutzung im Internet ist einer der Hauptabmahngründe im Urheberrecht. Professionell angefertigte Fotos sind Lichtbildwerke im Sinne des § 2 UrhG. Selbst einfache Handyfotos genießen sogenannten Laufbildschutz im Sinne des § 72 UrhG. Der Urheber der Fotos ist alleine berechtigt über deren Verwertung zu entscheiden. Er kann Lizenzen beziehungsweise Genehmigungen zur Nutzung gegen Entgelt vergeben. Beispiele dafür sind die bekannten Fotoplattformen im Internet. Nach Erwerb einer Lizenz erhält man das gekaufte Motiv ohne entsprechendes Wasserzeichen im Umfang der erworbenen Lizenz. Bereits an dieser Stelle ist Vorsicht geboten. Wer eine Lizenz erwirbt für die Nutzung des Fotos auf einer privaten Webseite hat damit möglicherweise damit noch keine Genehmigung erworben das Foto auch auf Social Media (zum Beispiel Instagram, Facebook) nutzen zu dürfen.

 

Wieviel Schadensersatz darf der Abmahner verlangen?

In der hier besprochenen Abmahnung durch die Kanzlei Hoesmann werden insgesamt 500,00 Euro Schadensersatz verlangt. Rechtsgrundlage für urheberrechtlichen Schadensersatz ist § 97 Abs. 2 UrhG. Herr Verworner beruft sich dabei auf die Schadensberechnungsmethode der sogenannten Lizenzanalogie. Danach ergäbe sich im vorliegenden Fall ein Schadensersatzanspruch in Höhe von 250,00 Euro der wegen unterlassener Namensnennung nochmals um 250,00 Euro verdoppelt werden müsse, so Rechtsanwalt Hoesmann. Rechtstechnisch kein Schadensersatz sind die Rechtsverfolgungskosten des Abmahners. Es handelt sich dabei um sogenannten Aufwendungsersatz, der nur erstattet werden muss, wenn die Voraussetzungen des § 97a Abs. 2 UrhG vom Abmahner eingehalten worden sind. An dieser Stelle begehen Abmahner häufig formelle Fehler, die dem Abgemahnten helfen können, die jeweilige Abmahnung zu entschärfen. Rechtsanwalt Hoesmann und Herr Verworner setzen in der hier vorliegenden Abmahnung einen Gegenstandswert von 10.000,00 Euro an und bewegen sich damit an der Obergrenze der Streitwerte, die von der Rechtsprechung momentan als zulässig erachtet werden.

 

Auch Abmahnung erhalten von Kanzlei Hoesmann? So reagieren Sie richtig

Wenn Sie ebenfalls eine Abmahnung der Kanzlei Hoesmann erhalten haben sollten und binnen kurzer Frist reagieren sollen empfehlen wir Ihnen zunächst Ruhe zu bewahren. Weder eine Unterschrift unter die vorformulierte Unterlassungserklärung noch eine direkte Bezahlung der aufgerufenen Summe sind empfehlenswert. Es besteht die Möglichkeit dass Sie gar keine Unterlassungserklärung abgeben und auch kein Geld an den Abmahner zahlen müssen. Die Berechtigung der Abmahnung hängt stets am Einzelfall. Hier setzt die Prüfung einer spezialisierten Kanzlei an. Profitieren von unserer Erfahrung mit dem Abmahner und nutzen Sie unser Angebot einer kostenfreien und unverbindlichen Erstberatung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihr Rechtsanwalt Tobias Kläner

 

Gute Gründe für eine anwaltliche Beratung

Wir beurteilen, ob die Abmahnung überhaupt berechtigt ist oder ob z.B. Formfehler vorliegen.

Wir helfen Ihnen, die geforderten Abmahnkosten deutlich zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden​.

Wir helfen, gefährliche und teure Folgehaftungsfallen zu erkennen und zu umgehen.

Wir modifizieren, die Unterlassungserklärung zu Ihren Gunsten falls dies notwendig ist.

Nutzen Sie unsere kostenfreie Ersteinschätzung

Wir helfen täglich Betroffenen, die eine Abmahnung erhalten haben. Senden Sie uns Ihre Abmahnung. Wir prüfen den Fall und beraten Sie, welches Vorgehen den meisten Erfolg verspricht.
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Häufig gestellte Fragen

  1. Sie senden uns die Unterlagen zu Ihrem Fall über das Kontaktformular, per E-Mail oder per WhatsApp.

  2. Wir prüfen Ihre Anfrage umgehend und melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück. In der Regel erfolgt unsere Antwort noch am Tag der Anfrage, spätestens jedoch am nächsten Werktag.

  3. Im Rahmen der kostenfreien Ersteinschätzung besprechen wir gemeinsam ausführlich Ihre Handlungsoptionen und finden die für Sie wirtschaftlich und rechtlich sinnvollste Lösung.

Ihr Anliegen wird streng vertraulich behandelt und unterliegt der anwaltlichen Schweigepflicht.

Das hängt von Ihrem konkreten Fall ab. Wenn Sie wissentlich die Rechtsverletzungen anderer Personen geduldet, unterstützt oder sonstwie gefördert haben, wird sich daraus ein Vorwurf gegenüber Ihnen formulieren lassen.

Häufig wird uns diese Frage allerdings innerhalb einer Familien-Konstealltion gestellt. Hier gelten strategische und prozessuale Besonderheiten, die Ihnen bei der Abwehr der Forderung helfen können. Sprechen Sie uns direkt darauf an.

Meistens nicht. Im Urheberrecht und im Wettbewerbsrecht sind z.B. extrem kurze Fristen an der Tagesordnung und zulässig. 7 Tage ab Zugang der Abmahnung sind keine Seltenheit und werden von der Rechtsprechung als zulässig bestätigt.

Ja, meistens lohnt sich die Beauftragung eines eigenen Anwalts. In vielen fällen vereinbaren wir mit unseren Mandanten eine Pauschale, von der alles inkludiert ist. Das schafft auf beiden Seiten Transparenz und Sicherheit. Sprechen Sie uns gerne darauf an.

  • Wir beurteilen, ob die Ihnen zugegangene Abmahnung berechtigt ist und ob Sie handeln müssen
  • Wir helfen Ihnen, Abmahnkosten teilweise oder vollständig zu vermeiden
  • Wir helfen Ihnen nur „soviel“ Unterlassungserklärung abzugeben, wie Sie wirklich müssen, um einen Gerichtsverfahren zu vermeiden
  • Wir helfen Ihnen, Folgehaftungsfallen zu erkennen und zu umschiffen und berät Sie, wenn Sie es wünschen, strategisch
  • Wir holen in den allermeisten Fällen unsere eigenen Kosten mehr als wieder rein

Das hängt von Ihrem Fall und dem entstehenden Aufwand ab. Nach Überprüfung Ihrer Abmahnung und den dann verbleibenden Handlungsoptionen können wir Ihnen exakt die Kosten nennen, die in Ihrer Angelegenheit entstehen. Das Thema Kosten stets fair und für Sie transparent zu halten, ist unser Selbstverständnis.

Wenn die Abmahnung berechtigt ist, der Abmahner also die in der Abmahnung behaupteten Ansprüche tatsächlich besitzt, kann der Abmahner nach Ablauf der Ihnen gesetzten Frist sofort vor Gericht ziehen. Die dann entstehenden Kosten sind um ein Vielfaches höher als die Kosten, die der Abmahner nur für die Abmahnung verlangt hatte.

Vor diesem Hintergrund sollte jede Frist, und wenn sie noch so kurz ist, unbedingt beachtet werden. Unter Umständen ist es möglich, die Ihnen gesetzte Frist noch einmal verlängern zu lassen. Dafür benötigen Sie aber das ausdrückliche Okay des Abmahners.

Keine Abmahnung ohne Unterlassungserklärung. Sie ist das, was jeder Abmahner möchte. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff?

Und was ist unter „strafbewehrt“ zu verstehen?
Man kann eine Unterlassungserklärung getrost als das Herzstück jedes Unterlassungsbegehrens bezeichnen.

Denn nur durch die Abgabe einer hinreichen, strafbewehrten Unterlassungserklärung wird bei einer berechtigt ausgesprochenen Abmahnung der Unterlassungsanspruch des Abmahners beseitigt, genauer: Die Wiederholungsgefahr. Und nur dadurch wird dann ein gerichtliches Verfahren über den Unterlassungsanspruch vermieden.

Eine Unterlassungserklärung sollte jedoch nur abgegeben werden, wenn es einen Unterlassungsanspruch des Gegners gibt und wenn die Abgabe auch strategisch sinnvoll ist. Gerade letzterer Aspekt spielt eine große Rolle in unserer Beratung von  Frommer Legal Abmahnopfern.

Nein. In vielen Fällen muss nicht oder zumindest nicht soviel erklärt werden, wie der Abmahner das gerne hätte.

Bitte beachten Sie, dass eine Unterlassungserklärung und die Annahme durch den Abmahner ein privatwirtschaftlicher Vertrag sind. Der Vertrag gilt für Sie unter normalen Umständen 30 Jahre lang.

Überlegen Sie sich daher gut, was Sie dem Abmahner versprechen und was nicht. Bei einer berechtigten Abmahnung verhindert die Abgabe einer ausreichenden Unterlassungserklärung ein teures gerichtliches Verfahren.

Wenn man sein Unterlassungsversprechen tatsächlich beherrschen kann, ist die Abgabe einer (gegenüber der Vorlage des Abmahners) modifizierten Unterlassungserklärung durchaus sinnvoll. Wenn nicht, kann die Abgabe einer zu weit gefassten Erklärung durchaus dramatische Konsequenzen wirtschaftlicher Art haben.

Ein gerichtliches einstweiliges Verfügungsverfahren ist ein Verfahren im sogenannten Eilrechtsschutz.

Der Abmahner stellt nach erfolglosem Fristablauf einen Antrag auf Erlass der einstweiligen Verfügung bei Gericht. Der Abgemahnte wird vom Gericht bei einem solchen Antrag meistens nicht angehört. Wenn das Gericht dann die einstweilige Verfügung erlässt, muss der Abmahner den Beschluss des Gerichts dem Abgemahnten noch zustellen lassen.

Die Zustellung nimmt ein Gerichtsvollzieher vor. Das bedeutet, der Gerichtsvollzieher klingelt an der Haustür des Abgemahnten und drückt ihm die gerichtliche einstweilige Verfügung in die Hand. Alternativ wird die Verfügung vom Gerichtsvollzieher in den Briefkasten des Abgemahnten eingelegt.

Die Verfügung ist ab diesem Moment wirksam. Der Abgemahnte, der vorher keine Kenntnis von der einstweiligen Verfügung hatte, kann gegen die einstweilige Verfügung jetzt Widerspruch bei Gericht einlegen. Die Frist dafür beträgt sechs Monate.

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Danach entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie uns beauftragen möchten oder nicht. Unsere Beauftragung soll sich für unsere Mandanten immer lohnen. Wir prüfen das vorab. Ansonsten werden wir das Mandat nicht annehmen.

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